Verminderte oder fehlende Reflextätigkeit der Blase (Detrusor- Hyporeflexie)

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Eine Hyporeflexie der Blase, bedingt durch eine Rückenmarkschädigung im Bereich der Steißbeinregion, findet sich bei der Multiplen Sklerose als primäre Form der Blasenfunktionsstörung eher selten. Laut Fachliteratur tritt diese Störung in ca. 10 Prozent der Krankheitsfälle auf.

Charakteristisch sind neben der Hypoaktivität große Restharnmengen von bis zu 1000 ml. Die Blase entleert sich nur noch passiv nach dem Überlaufprinzip. So besteht eine permanente Gefahr von Sekundärveränderungen am Harntrakt. Präventiv ist nach urologischer Funktionsdiagnostik unverzüglich mit der intermittierenden Blasenentleerung in Form des Einmalkatheterismus zu beginnen.

Neurogene Darmfunktionsstörungen finden sich bei Multipler Sklerose annähernd in der gleichen Häufigkeit auf wie neurogene Blasenfunktionsstörungen.

Im Rahmen eines indikationsgerechten Darmmanagements stellt die transanale Irrigation eine gute Alternative dar, geht es doch darum der Stuhlinkontinenz, Obstipation und anderer schwerwiegender Komplikationen entgegenzuwirken.

Mit einem konsequenten Darmmanagement kann diesen funktionellen Störungen begegnet werden. Die Bezeichnung „Darmmanagement“ umfasst dabei die Gesamtheit aller Aktivitäten, die dazu dienen, eine regelmäßige, planbare sowie zeitlich begrenzte Darmentleerung mit zwischenzeitlicher Kontinenz zu erreichen.

Wir nehmen uns Zeit, Ihre Fragen zu beantworten und helfen Ihnen ganz praktisch, den Alltag zu meistern.

Dieses Ziel erreichen wir nur gemeinsam. Der Therapieplan orientiert sich an Ihrer medizinischen, familiären, wohnlichen und eventuell beruflichen Situation. Wir beraten und unterstützen Sie einfühlsam und qualifiziert. Dabei kooperieren wir mit allen Personen und Institutionen, die Sie medizinisch betreuen oder behandeln: der Klinik, den niedergelassenen Ärzte und der Krankenkasse.